zur BildergalerieENTTÄUSCHT

Ohne Genehmigung stellt sich Will Mehrgeld im März 2004 mit sechs Damen inmitten der Hodler Ausstellung im Zürcher Kunsthaus selbst aus. Bereits eine Woche darauf kehrt er an den Ort des Geschehens zurück. Diesmal mit dem Ziel, die Fotos der ersten Aktion zwischen die Arbeiten von Hodler zu hängen. Auch hierfür fehlt ihm die Erlaubnis. Live über Äther eines lokalen Privatradios bietet Mehrgeld anschliessend dem Direktor des Zürcher Kunsthauses, Christoph Becker, via Telefon an, die Fotos käuflich zu erwerben. Becker lehnt ab und verweigert das weitere Gespräch.
Enttäuscht über diese Humorlosigkeit und die mangelnde Anerkennung seiner Aktion, demonstriert Mehrgeld fortan täglich mehrere Stunden vor dem Kunsthaus. Nach fünfzig Tagen weitet er seinen Protest zeitlich aus und ist nunmehr rund um die Uhr, mit Sack und Pack, vor dem Kunsthaus präsent. Fest entschlossen, solange vor Ort zu verweilen, bis sich Becker wieder gesprächsbereit zeigt. Nach 14 Tagen Dauerstreik beschliesst Will Mehrgeld, ab sofort auch seine Geschäfte vor Ort zu tätigen. Mehrgeld Enterprises nimmt vor dem Eingang des Kunsthauses den Betrieb auf: den Handel mit Kunst. Zwei Tage später sucht Christoph Becker das Gespräch mit Mehrgeld. Seither pflegen sie freundschaftlichen Kontakt.

